MERAQ FAMILY

Datenschutzerklärung

Was mit euren Daten passiert — und was nicht.
Stand: 29.09.2026

1. Wer verantwortlich ist

MERAQ, Inhaber Marcel Fehse
Lindenstraße 10, 38486 Winterfeld
E-Mail: kontakt@meraq.app

Ein Datenschutzbeauftragter ist nicht bestellt. Die Voraussetzungen des § 38 BDSG liegen nicht vor: Es sind keine Beschäftigten mit der Verarbeitung personenbezogener Daten betraut.


2. Das Wichtigste in Kurzform

MERAQ Family ist ein Familienkalender. Die App läuft **ohne Konto und ohne Anmeldung vollständig**. Wer sie so benutzt, bei dem bleiben alle Daten auf dem eigenen Gerät — wir sehen davon nichts.

Erst wer sich anmeldet, um mit der Familie zu teilen, überträgt Daten auf unseren Server. Erst wer den Assistenten benutzt, schickt seine Eingabe an einen KI-Dienst. Und erst wer sich eine Antwort mit der natürlichen Stimme vorlesen lässt, schickt diese Antwort an einen Sprachdienst.

Beides ist eine bewusste Entscheidung, kein Nebeneffekt.


3. Was auf dem Gerät bleibt

Ohne Anmeldung speichert die App im Browserspeicher des Geräts (IndexedDB):

Diese Daten verlassen das Gerät nicht. Sie werden nicht ausgewertet, nicht gezählt und nicht an uns übertragen. Wer die App löscht oder den Browserspeicher leert, löscht sie damit.

Kein Cloud-Backup. Die Android-App ist ausdrücklich so eingestellt, dass Android diese Daten nicht in ein automatisches Google-Backup kopiert. Der Grund steht in Abschnitt 5.


4. Was mit einem Konto passiert

Anmeldung

Für die Anmeldung wird eine E-Mail-Adresse verlangt. Es gibt kein Passwort — stattdessen kommt ein sechsstelliger Code per E-Mail, der wenige Minuten gilt.

Abgleich

Ist ein Konto vorhanden, werden Termine, Aufgaben, Einkaufslisten, Checklisten, Rezepte, Filmabende, Profile (samt Profilfotos) und Belege mit unserem Server abgeglichen, damit alle Geräte der Familie denselben Stand haben.

Auftragsverarbeiter: Supabase

Server und Datenbank betreibt für uns:

Supabase, Inc., mit Serverstandort **Frankfurt am Main (eu-central-1)**, Deutschland.


Familienchat

Wer angemeldet ist, kann der Familie schreiben. Es gibt ein Gespräch je Familie, keine Einzelchats.

Einen einzelnen Termin freigeben

Ein Termin lässt sich an eine Person außerhalb der Familie freigeben — an die Großmutter, den Babysitter — oder mit dem zweiten Zuhause teilen, wenn die Eltern getrennt leben.

Familienbudget

Unter „Budget" lassen sich Ausgaben, Einnahmen, Grenzen je Kategorie, Sparziele und das Taschengeld der Kinder eintragen. Ohne Konto bleibt das alles auf dem Gerät.


5. Belege — der empfindlichste Teil

An jeden Termin lässt sich ein Foto hängen: die Einladung zum Elternabend, das Schreiben aus der Praxis, die Bestätigung vom Amt.

Das sind keine gewöhnlichen Bilder. Ein Foto zu einem Arzttermin ist ein Gesundheitsdatum im Sinne des Art. 9 DSGVO und besonders geschützt. Ein Schulbrief enthält in der Regel den Namen eines Kindes.

Wie damit umgegangen wird:

Ein Beleg lässt sich jederzeit einzeln löschen.


5a. Profilfotos

Statt eines der mitgelieferten Bildsymbole kann ein Familienprofil ein eigenes Foto tragen — aufgenommen mit der Kamera oder ausgewählt über die Bildauswahl des Geräts. Die Kamera bzw. Auswahl öffnet sich nur auf Tipp; die App erhält nur das eine gewählte Bild, keinen Zugriff auf die Fotogalerie.


6. Der Assistent

Der Assistent ist freiwillig. Wer ihn nicht benutzt, bei dem passiert hier nichts.

Wird er benutzt, geht die eingegebene oder gesprochene Nachricht zusammen mit dem nötigen Zusammenhang (heutiges Datum, Namen der Familienmitglieder, Wohnort, falls eingetragen, und was die Familie Mero ausdrücklich zum Merken bestätigt hat, Abschnitt 7h) an:

Anthropic PBC, 548 Market St, San Francisco, CA 94104, USA.

Die Vorschläge des Assistenten werden nicht von allein gespeichert. Erst wenn jemand „Übernehmen" drückt, entsteht ein Eintrag.

Für das Wetter und für Orte fragt der Assistent zusätzlich:

Ort über den Standort

An zwei Stellen lässt sich der Ort über einen Knopf bestimmen statt eintippen: beim Wohnort des Assistenten („Meinen Standort verwenden") und bei der Suche nach Kontakten in der Nähe („Hier in der Nähe suchen"). Beide Wege sind gleichwertig mit dem Eintippen; wer den Standort nicht freigeben möchte, tippt.

Wird ein solcher Knopf gedrückt:


7. Spracheingabe

Wer das Mikrofon benutzt, dessen Sprache wird von der Spracherkennung des Geräts bzw. des Browsers in Text umgewandelt. Bei Android-Geräten kann das bedeuten, dass die Aufnahme an Google geht — das entscheidet das Gerät, nicht diese App.

Das Mikrofon startet nie von allein, sondern immer erst auf Tastendruck. Das Textfeld ist der gleichwertige Weg.


7a. Vorlesen von Antworten

Antworten des Assistenten lassen sich vorlesen — **nur auf Tastendruck**, nie von allein.

Mit Konto und Internet liest eine natürliche Stimme vor. Dafür geht der Text der Antwort über unseren Server an:

OpenAI Ireland Ltd., 1st Floor, The Liffey Trust Centre, 117–126 Sheriff Street Upper, Dublin 1, D01 YC43, Irland — für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Verarbeitung kann auf Servern der Muttergesellschaft OpenAI, L.L.C. in den USA stattfinden; dafür gelten die Standardvertragsklauseln und der Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission zum EU-US Data Privacy Framework.

Ohne Konto, ohne Internet oder wenn der Dienst nicht erreichbar ist liest die eingebaute Stimme des Geräts vor. Dann verlässt der Text das Gerät nicht über diese App; welche Sprachausgabe das Gerät benutzt, entscheidet das Gerät. Die App zeigt jeweils an, welche Stimme gerade spricht.


7b. Rezepte aus dem Internet übernehmen

Wer den Link zu einer Rezeptseite einfügt (etwa von Chefkoch), lässt die App das Rezept von dort abholen. Ohne Konto geht das nicht; von Hand anlegen geht immer.


7c. Filme für einen Filmabend suchen

Wer im Filmabend nach einem Titel sucht, lässt die App bei Wikidata nachsehen — einer freien Wissensdatenbank der **Wikimedia Foundation Inc. (San Francisco, USA)**. Von dort kommen Titel, Erscheinungsjahr, FSK-Freigabe und Laufzeit. Ohne Konto geht die Suche nicht; einen Film von Hand vorschlagen und abstimmen geht immer, auch ohne Netz.


7d. Kontakte und die Suche nach Orten in der Nähe

Unter „Kontakte" hält die Familie die Stellen fest, die sie braucht: Kinderarzt, Zahnarzt, Schule, Kita, Arbeitgeber, Notfallnummern. Diese Angaben gehören anderen Menschen, nicht der Familie — deshalb sind sie hier gesondert beschrieben.


7e. Filme vorschlagen lassen („Schlag uns was vor")

Seit dem 23.09.2026 muss niemand mehr wissen, wonach er suchen soll: Auf Knopfdruck schlägt die App Filme vor. Das ist der einzige Teil des Filmabends, bei dem eine KI mitwirkt — und deshalb hier gesondert beschrieben.

Wie es abläuft:

  1. Die App schickt an unseren Server: die Kennung des Haushalts, einen freien Wunschtext („etwas Lustiges"), die **Altersangaben der Mitschauenden als bloße Zahlen** und die gewünschte Höchstlänge.
  2. Unser Server fragt Anthropic (dasselbe Unternehmen wie beim Assistenten, siehe Abschnitt 6) nach Filmtiteln. Übermittelt werden dabei nur der Wunschtext und die Altersszahlen — zum Beispiel „Alter der Zuschauer in Jahren: 6, 9, 39. Wunsch: etwas Lustiges."
  3. Jeder genannte Titel wird anschließend bei Wikidata nachgeschlagen (siehe 7c). Nur Filme, die dort wirklich stehen, erscheinen in der App — mit echtem Jahr, echter Laufzeit, echter FSK. Was Wikidata nicht kennt, fällt weg und wird als „nicht übernommen" angezeigt.

Was ausdrücklich NICHT an Anthropic geht: keine Namen, keine Geburtsdaten, keine Kennung eines Profils, keine Kennung des Haushalts, keine Termine, keine Stimmen. Die Altersangaben rechnet das Gerät aus den Geburtsdaten aus; übertragen wird nur die Jahreszahl. Ein Alter allein lässt sich keiner bestimmten Person zuordnen.


7f. Wo die App liegt und wie die E-Mail verschickt wird

Zwei Dienstleister, die nicht zu einer einzelnen Funktion gehören, sondern zum Betrieb überhaupt:

Cloudflare (Cloudflare Germany GmbH / Cloudflare, Inc., USA) liefert die Web-Fassung der App aus. Dabei fallen die üblichen Zugriffsdaten an (IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Datei, Browserkennung). Sie dienen der Auslieferung und der Abwehr von Angriffen. Die App aus dem Play Store lädt ihre Dateien vom Gerät, nicht von dort.

E-Mails an kontakt@meraq.app empfängt Cloudflare Email Routing (Cloudflare, Inc.), leitet sie an unser Postfach bei der 1&1 Mail & Media GmbH (GMX) weiter und beantwortet sie automatisch mit einer Eingangsbestätigung. Dabei werden Absenderadresse, Betreff und Inhalt verarbeitet. Cloudflare protokolliert für die Zustellung zeitlich begrenzt Absender, Empfänger und Zustellstatus; der Inhalt wird nicht dauerhaft gespeichert. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

Der Versand der Anmelde-Mail läuft über den Maildienst, der im Supabase-Projekt hinterlegt ist. Übermittelt werden dabei die E-Mail-Adresse und der sechsstellige Code.

Push-Nachrichten (Erinnerungen auf dem Handy) laufen, sobald sie eingerichtet sind, über **Firebase Cloud Messaging (Google Ireland Limited)**. Übermittelt werden dabei die Gerätekennung für Push und der Text der Nachricht — also zum Beispiel „Morgen mitnehmen — Lena: Sportzeug". Wer keine Benachrichtigungen erlaubt, bei dem passiert das nicht; im Browser gibt es gar keine Push-Nachrichten.


7g. Startseite: Hinweise, Wetter und Ausflugsidee

Auf der Startseite denkt der Assistent Mero von sich aus mit. **Dafür wird keine künstliche Intelligenz benutzt** und nichts an Anthropic oder OpenAI geschickt.

7h. Das Gedächtnis: „Was Mero über mich weiß"

Mero kann sich auf Wunsch Dinge merken, etwa „Freitags gibt es Fisch" oder „Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit", damit man es nicht jedes Mal neu sagen muss.


8. Kinder

MERAQ Family ist eine App für Erwachsene, die den Familienalltag organisieren. **Kinder sind nicht die Nutzer, sondern kommen in den Daten vor**: als Name, Geburtsdatum, gewähltes Bildsymbol oder Foto und als Teilnehmer von Terminen.


8a. Künstliche Intelligenz — wo sie drinsteckt

Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der KI-Verordnung (EU) 2024/1689. Er verlangt, dass man erkennen kann, wann man es mit künstlicher Intelligenz zu tun hat. Hier steht es vollständig.

Der Assistent antwortet mit KI. Das steht auch in der App selbst, über dem Gespräch. Er kann sich irren. Er gibt keine Rechts- und keine Gesundheitsauskünfte, und er entscheidet nichts über euch — er schlägt vor und trägt ein, was ihr ihm sagt. Jede Zeile lässt sich rückgängig machen.

Die vorgelesene Stimme ist künstlich erzeugt. Sie gehört keinem Menschen und ahmt keinen bestimmten Menschen nach.

Bilder in der App sind teilweise mit KI erzeugt — die Avatare, die Symbole der Bereiche, das App-Symbol. Sie zeigen erfundene Figuren, keine wirklichen Personen, keine wirklichen Orte und keine wirklichen Ereignisse. Eine Offenlegungspflicht für „Deepfakes" nach Artikel 50 Absatz 4 besteht dafür nicht; wir sagen es trotzdem.

Wofür KI NICHT benutzt wird: Wir bewerten niemanden mit KI. Kein Mitglied der Familie wird eingestuft, bepunktet oder verglichen. Es gibt keine automatisierte Entscheidung im Sinne von Art. 22 DSGVO.

Ohne KI: Die Hinweise, das Wetter und die Ausflugsidee auf der Startseite entstehen nach festen Regeln aus echten Daten (Abschnitt 7g).

Welche Anbieter: Anthropic (Antworten des Assistenten) und OpenAI (Vorlesen). Was dorthin geht und was nicht, steht in Abschnitt 6 und 7.


9. Was wir NICHT tun

Die Android-App fordert genau vier Berechtigungen: Internet, Kamera (für das Foto des Belegs oder ein Profilfoto), Mikrofon (für die Spracheingabe) und ungefährer Standort (für die Knöpfe „Meinen Standort verwenden" und „Hier in der Nähe suchen"). Auf Android 11 und älter verlangt das System dafür technisch die Berechtigung für den genauen Standort; die App fragt trotzdem nur den ungefähren ab. Mehr ist im Paket nicht angelegt.


10. Wie lange gespeichert wird

WasWie lange
Daten auf dem Gerätbis sie gelöscht werden oder die App entfernt wird
Termine, Aufgaben, Listen auf dem Serverbis sie gelöscht werden
Budget-Einträgebis sie gelöscht werden; „Nur ich"-Einträge zusätzlich sofort, wenn die Person die Familie verlässt oder ihr Konto löscht
Belegebis sie oder ihr Termin gelöscht werden — dann sofort
Profilfotosbis sie entfernt oder ersetzt werden, das Profil aus der Familie genommen oder der Haushalt gelöscht wird — dann sofort
Hinweise auf Löschungen (für den Abgleich)90 Tage, dann automatisch weg
Kontobis zur Löschung durch den Menschen
Anfragen an den Assistentenbei uns gar nicht; bei Anthropic bis zu 30 Tage (Stand 24.09.2026)
Vorzulesende Antworttextebei uns gar nicht; bei OpenAI bis zu 30 Tage zur Missbrauchserkennung (Stand 24.09.2026)
Zähler „wurde vorgelesen" (ohne Text)13 Monate
Koordinaten aus „Meinen Standort verwenden" und „Hier in der Nähe suchen"gar nicht — auch nicht auf dem Server; nur der Ortsname bleibt
Suchbegriffe der Filmsuchegar nicht — gezählt wird nur, dass gesucht wurde
Antworten auf Hinweise der Startseitenur auf dem Gerät, bis sie gelöscht werden; einzelne ausgeblendete Hinweise höchstens 60 Tage
Wetter der Startseite1 Stunde auf dem Gerät und 1 Stunde auf dem Server
Orte der Ausflugsidee1 Tag auf dem Gerät, bis zu 7 Tage im Zwischenspeicher des Servers (ohne Bezug zur Familie)
Gedächtnis „Was Mero über mich weiß"bis zur Löschung; „Nur für mich"-Einträge zusätzlich sofort, wenn die Person die Familie verlässt oder ihr Konto löscht

11. Rechte

Jede betroffene Person hat das Recht auf:

Dafür genügt eine Nachricht an kontakt@meraq.app.

Das meiste geht auch ohne uns: Termine, Belege und Profile lassen sich in der App löschen, das Konto ebenso.

Beschwerderecht: Jede betroffene Person kann sich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde beschweren, insbesondere bei der Behörde des eigenen Wohnorts. Für uns zuständig ist:

Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt Otto-von-Guericke-Straße 34a, 39104 Magdeburg Postfach 1947, 39009 Magdeburg Telefon 0391 81803-0 poststelle@lfd.sachsen-anhalt.de www.datenschutz.sachsen-anhalt.de


12. Änderungen

Wird die App um etwas erweitert, das Daten anders verarbeitet, wird diese Erklärung angepasst. Steht die Änderung im Text, steht auch ein neues Datum darüber.

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